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Screen


Screen ist ein Terminalmultiplexer, welcher mehrere VT100/ANSI Terminals emulieren kann.
Man benoetigt nur eine normale Konsole, entweder lokal oder entfernt auf einem Server.

Die Screen-Session kann auch detached (Strg A-d) werden und laeuft dann im Hintergrund, man kann sie dann mit wieder reattachen (screen -r) oder einen 'power'-reattach machen (screen -dr) wenn noch eine Session auf einem anderen Terminal laeuft, wo man gerade nicht dran kommt. Screen kennt auch einen Multiuser Mode. Mit screen -x kann man bei einer Screen-Session zuschauen, bei dem was der User gerade macht. Diese Funktion kann man nutzen, um jemanden was zu erklaeren, auch wenn beide User remote auf dem Rechner connected sind.

Oder ein anderes Beispiel fuer screen -x: Man hat Laptop, Desktop PC und Server. Auf dem Server laeuft ein IRC Client (natuerlich irssi ;-)) in einem Screen (screen irssi), auf dem Desktop hat man sich per SSH eingeloggt und hat sich den screen dort mit screen -r reattached.

Soweit so gut, doch irgendwann bekommt selbst ein Hacker Hunger und man kriecht mit seinem Laptop in die Kueche, natuerlich moechte man nicht auf seinen treuen IRC-Clienten verzichten, loggt sich vom Laptop per SSH auf den Server ein und reattached auch dort den Screen mit dem Parameter -x. Nun kann man auf beiden Rechnern den Screen nutzen Spass haben ;-).


So, nun wollen wir die usability mal ein wenig verbessern.

Denn wer sich mit Strg A-c noch ein paar Screens created hat und diese auch mit Strg A-A benannt hat, kann zwar schoen mit Strg A-n nach vorn, mit Strg A-p nach hinten und mit Strg A-' gezielt zu einem Screen jumpen, jedoch wirds auf die Dauer nervig. Darum legt man erstmal das jumpen auf eine andere Tasten, und zwar dem j. Die select Funktion wird von ' auf j mit einem einfach screen -X bindkey j select gelegt.

Dann gibt's ja noch diese feinen Captions .... in einer schoenen Leiste am unteren screen Rahmen gibt es dann uebersichtliche Info's.
Zum Beispiel gibt es das hier:

screen -X caption always "%{yK} -= %H.etherkiller.de =- | $LOGNAME | %{yK}%c | %{yK}%-Lw%{yK}%50>%{Ky}%n%f* %t%{-}%+Lw%<%{- Wk}"

Ein echtes Gewusel wie man sieht, doch wie fast alles ist es logisch aufgebaut. Ein %{yK} sorgt dafuer, das der folgende Text gelb auf schwarzem Hintergrund angezeigt wird. Also in diesem Falle -= livia.etherkiller.de =- | eimann | - %H ist die Variable fuer einen Hostnamen. $LOGNAME sorgt fuer die Ausgabe des Login Names, welchen man auch mir echo $LOGNAME anzeigen kann. %{yK}%c sorgt fuer gelbe Zeit auf schwarzem Grund und einem gelben Pipe-Zeichen. Danach kommt die Fensteruebersicht. Diese wird mit einem %{yK}%-Lw%{yK}%50>%{Ky}%n%f* %t%{-}%+Lw%<%{- Wk}" realisiert. %{yK} sorgt wieder fuer gelben Text auf schwarzem Grund, ein %-Lw sorgt fuer die Anzeige der Windownummer. Bei dem anderen Krams wirds noch wuseliger .... %+Lw sorgt dafuer, das nach einem Windowwechsel die Windownummer stehen bleibt. %{Ky} setzt eine schwarze Schrift auf gelben Hintergrund. %n zeigt die Windownummer an, %f zeigt das Flag. %t zeigt den gesetzten Titel. %{-} terminiert %{Ky} und %{+Lw} zeigt fortlaufend das Window mit der groesseren Window nummer an, welches mit eine %50> und %{- Wk} setzt den Focus auf das aktuelle Window.

Nuja, ich habe mal versucht das hier Ansatzweise zu erklaeren, im Laufe der Wochen
wird das "How-to" erweitert und mit Hilfe von Screenshots veranschaulicht werden.


Tipps und Anregungen an Dominik Bay <eimann@etherkiller.de>


Diese Seite wurde zuletzt am 28.03.2005 bearbeitet.
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